Die Atmung ist eine unserer wichtigsten Körperfunktionen – das wissen wir alle. Ohne Atmung gibt es kein Leben. Wie wertvoll und grundlegend sie jedoch für unsere tägliche Gesundheit und unser Wohlbefinden ist, wissen die wenigsten Menschen.

In unserer Akademie vermitteln wir in vielen Workshops und Webinaren gezielte Atemübungen. Mit ihrer Hilfe können wir uns beruhigen und Stress deutlich schneller abbauen. Unser Atem ist der Schlüssel zu unserem Parasympathikus – einem wichtigen Bestandteil des vegetativen Nervensystems, der für innere (und auch äußere) Ruhe sorgt.

Umso spannender war es auch für uns zu erfahren, dass Atemtechniken – unabhängig davon, ob es sich um langsame Yoga-Atmung oder schnellere Atemformen handelt – sogar dabei helfen können, oxidativen Stress zu reduzieren, der langfristig zu chronischem Stress führen kann. Das sind großartige Neuigkeiten!

Es lohnt sich also, Atemtechniken zu erlernen und regelmäßig zu praktizieren. Studien zeigen, dass sich bereits nach zwei bis drei Wochen regelmäßigen Übens deutliche Effekte zeigen.

Eine besonders interessante Übung ist die sogenannte „Zehn-Sekunden-Atmung“, die der Überlieferung nach aus Tibet nach Europa gelangte. Tibetische Mönche praktizieren diese Atemweise beim Singen von Mantras, wodurch sich der Atemrhythmus auf etwa zehn Sekunden pro Atemzug einpendelt. Einen ähnlichen Effekt beobachteten Forschende auch beim Rezitieren des „Ave Maria“ im Rahmen des Rosenkranzgebets: In beiden Fällen wird etwa fünf Sekunden lang eingeatmet und fünf Sekunden lang ausgeatmet.

Die Zehn-Sekunden-Atmung hat darüber hinaus viele weitere positive Effekte:

  • Verbesserung des Blutdrucks
  • bessere Schlafqualität
  • stärkere Emotionsregulation

Diese Vorteile sind – wie ich finde – großartige Gründe, die Übung in den Alltag zu integrieren.

Gerade an den Ostertagen, wenn Ihr vielleicht etwas mehr Zeit für sich habt, bietet sich die Gelegenheit, Atemtechniken auszuprobieren und Körper sowie Geist wieder in Balance zu bringen.

Und das wünsche ich Euch von Herzen. Genießt bald erholsame Ostertage, eine gelassene Atmung und viel Ruhe und Entspannung.

Bleibt dabei gesund, neugierig und bleibt uns mit Eurem Interesse an neuen Themen und Perspektiven stets erhalten.

Ludwika